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Das sagen wir zu:

Historie der Grünen in Pitten

Wir wollen:

  • Dir unsere Entstehungsgeschichte näherbringen!

Das kannst du tun:

  • hier nachlesen und sehen, dass wir seit 30 Jahren gegen diverse Verbrennungspläne bei Hamburger kämpfen!

Die GRÜNEN Pitten, vormals PLUS

Mit der erfolgreichen Kandidatur zur Gemeinderatswahl am 16.4.1985 zieht PLUS mit dem Listenführer Mag. Peter Buchner in den Gemeinderat ein.

Hamburger scheiterte 1982 mit dem Versuch, den Müll von Wien in Pitten zu verbrennen. Unterstützt von massiven Bürgerprotesten konnte von 1982 bis 1992 die Verbrennung von Müll und Spuckstoff (Kunststoffhältiger Reststoff aus Altpapier) verhindert werden. Durch Ausschöpfung des Rechtsweges durch drei Instanzen bis zum Verwaltungsgerichtshof gelang es die Rechtswidrigkeit der Spuckstoffverbrennung nachzuweisen. Damals wurde auf Grund unseres Protestes die erste Dioxin-Messung in Österreich durchgeführt! Die Weltgesundheitsorganisation hat Dioxine 1997 als krebserregend eingestuft. Das Gift greift Nerven- und Immunsystem an und verursacht embryonale Fehlbildungen. Dioxin ist 10.000 Mal giftiger als Zyankali!

In einer Zeit in der der Umweltschutzgedanke erst im Entstehen war und man von vielen nur als „grüner Spinner“ und „Arbeitsplatzvernichter“ angesehen wurde, war es für eine Gruppe engagierter Bürger keinesfalls einfach den Standpunkt des Umwelt- und Gesundheitsschutzes konsequent zu vertreten.

1990 entschied der oberste Gerichtshof zu unseren Gunsten. Aber die Fa. Hamburger hat ihr Vorhaben nicht aufgegeben! Im August 1990 wird die ablehnende Stellungnahme gegen die Spuckstoffverbrennung des PLUS-Gemeinderates Mag. Peter Buchner, einstimmig zum Gemeinderatsbeschluss erhoben. Ein Durchbruch ist gelungen, denn seitdem waren immer alle im Gemeinderat vertretene Fraktionen gegen eine Abfallverbrennung in Pitten!

Im Rahmen der Vorstellung einer Umweltverträglichkeitsanalyse für die Verbrennung von Klärschlamm und -gas, im Dezember 1991, versprach Hamburger auf die Spuckstoffverbrennung zu verzichten. (O-Ton: “Spuckstoffverbrennung ist kein Theam mehr!“) und zieht sein Ansuchen zurück. Aber schon 1993 beging die Firma Wortbruch und beantragte erneut Spuckstoff zu verbrennen! Auf unsere Initiative wurde 1995 eine Zivilrechtsklage auf Unterlassung einer Spuckstoffverbrennung gegen die Fa. Hamburger eingebracht. Im Mai 1998 erging das Urteil des Landesgerichts Wiener Neustadt, welches der Firma zivilrechtlich eine Verbrennung des Reststoffes bis zum Jahr 2004 untersagt. Ab diesem Zeitpunkt traten aber neue Gesetze in Kraft.

Seit 12. Juli 2004 haben wir uns dann von PLUS auf GRÜNE Pitten umgetauft, weil wir dadurch noch mehr von der Bezirks-, Landes- und Bundesorganisation der GRÜNEN unterstützt werden und uns die Wähler bei den Wahlen schon als GRÜNE bezeichneten.

Von 1998 bis Sommer 2000 war Mag. Buchner der geistige Vater und biologische Projektleiter des bedeutenden Projektes Naturlehrpfad und hat damit etwas initiiert, das weit über die Grenzen der Gemeinde Pitten Bedeutung hat.

Mit dem Wechsel in der Kandidatenreihung zog im Frühjahr 2000 DI W. Moidl in den Gemeinderat ein. GR DI W. Moidl wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 27.4.2000 zum Umweltgemeinderat gewählt und hatte diese Position bis zu seinem Tod 2014 inne.

Im Jahre 2005 habe wir neuerlich erfahren, dass Hamburger wieder eine Verbrennungsanlage plant. Auf Antrag der GRÜNEN wird eine Volksabstimmung 2005 beschlossen und 2008 durchgeführt, wo sich mehr als 80 % gegen eine Abfallverbrennungsanlage in Pitten aussprechen. In diesem Umweltverträglichkeits-verfahren haben wir nun durch 3 Instanzen unsere Einwände zum Projekt vorgebracht, aber in 3. Instanz wurde es 2015 nun vom VwGH entschieden.

Bei der Gemeinderatswahl 2010 konnten die GRÜNEN in Pitten ein Mandat dazu gewinnen und Mag. Eva Christina Moidl, Juristin zog als Listenzweite in den Gemeinderat ein. Nach dem Tod von DI Werner Moidl übernahm Hubert Gruber das zweite GRÜNE Mandat im Pittener Gemeinderat.